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KI-Simulatorby Lauer.io

KI-Simulator

Wie KI funktioniert, in fünf Stationen

Kein Zauber, sondern Rechnen: Text wird zu Zahlen, ein Neuron summiert, ein Netz lernt aus Fehlern, Aufmerksamkeit gewichtet Wörter, und am Ende wird nur eines vorhergesagt: das nächste Wort. Jede Station rechnet wirklich, mit Ihren Eingaben.

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Keine Daten verlassen Ihr Gerät. Es gibt keinen Server dahinter.
Echt gerechnet
Wortschatz, Training und Vorhersage entstehen live aus einem kleinen Beispieltext.
Zehn Minuten
Fünf Stationen, jede mit einem Merksatz, den man behalten kann.

Station 1 von 5

Aus Text werden Zahlen

Ein Sprachmodell liest keine Buchstaben. Ihr Satz wird zuerst in Tokens zerlegt: häufige Wörter bleiben ganz, seltene oder lange Wörter werden in Bausteine geteilt. Jedes Token bekommt eine Nummer und dahinter eine Liste von Zahlen, die sogenannte Einbettung.

Diese Zahlen sind nicht zufällig. Sie entstehen daraus, in welcher Nachbarschaft ein Wort im Trainingstext auftaucht. Deshalb liegen „Rechnung" und „Beleg" nah beieinander, obwohl sie keinen Buchstaben teilen.

Merksatz: Ein Modell rechnet mit Zahlenlisten statt mit Wörtern, und ähnliche Wörter bekommen ähnliche Zahlen.

Zahlen hinter …

Ähnliche Wörter im Trainingstext

    Vereinfacht: echte Modelle nutzen mehrere tausend Zahlen je Token und einen Wortschatz aus Milliarden Sätzen. Das Prinzip ist dasselbe.

    Station 2 von 5

    Ein Neuron entscheidet

    Der kleinste Baustein ist erstaunlich einfach: Ein Neuron nimmt Eingaben, multipliziert jede mit einem Gewicht, zählt zusammen und vergleicht mit einer Schwelle. Das Ergebnis ist eine Wahrscheinlichkeit.

    Verschieben Sie die Gewichte und beobachten Sie, wie sich die Entscheidung dreht. Genau diese Gewichte lernt ein Modell beim Training, nur nicht drei, sondern Hunderte Milliarden.

    Merksatz: Ein Neuron ist eine gewichtete Summe mit Schwelle. Die Gewichte sind das Wissen.

    Eingaben (Beispiel: Rechnungsprüfung)

    Gewichte und Schwelle

    Drei Eingaben führen über gewichtete Verbindungen in ein Neuron, das eine Wahrscheinlichkeit ausgibt. 0,8 0,2 1,0 Σ 1,4 80 %

    Prüfung nötig: 80 %

    Station 3 von 5

    Lernen heißt Fehler verkleinern

    Ein kleines Netz aus 17 Neuronen soll Belege in zwei Gruppen sortieren, etwa „unauffällig" und „prüfen". Am Anfang sind alle Gewichte Zufall, die Trennlinie ist Unsinn.

    Beim Training rät das Netz, misst den Fehler und dreht jedes Gewicht ein kleines Stück in die bessere Richtung. Das wiederholt es tausende Male. Setzen Sie eigene Punkte und sehen Sie, wie das Netz sich anpasst.

    Merksatz: Training ist Raten, Messen, Korrigieren, sehr oft. Niemand programmiert die Regeln, sie entstehen aus Beispielen.

    Merkmal 2, z. B. Tage bis Zahlung
    Merkmal 1, z. B. Rechnungsbetrag

    Beispieldaten

    Punkt setzen per Klick als

    Epoche
    0
    Fehler
    –
    Trefferquote
    –

    Fehler im Verlauf

    Bereit. Die Gewichte sind zufällig.

    Station 4 von 5

    Aufmerksamkeit: Welche Wörter zählen

    Der Durchbruch moderner Sprachmodelle heißt Aufmerksamkeit. Für jedes Wort vergleicht das Modell die Zahlen mit denen aller früheren Wörter und gewichtet: Was passt gerade zusammen? Was ist nebensächlich?

    Wählen Sie ein Wort. Die Bögen zeigen, wohin es schaut und wie stark. Das ist der Grund, warum im Prompt jedes Wort zählt und ein Satz mehr die Antwort verändern kann.

    Merksatz: Kontext ist kein Nebeneffekt, er ist die Rechnung. Was im Prompt steht, bestimmt, was das Modell beachtet.

    Ein Wort anklicken oder mit der Tastatur wählen.

    Vereinfacht: Hier gewichtet ein einziger Vergleich. Ein echtes Modell lernt Dutzende solcher Vergleiche in vielen Schichten, zum Beispiel einen für Grammatik und einen für Bedeutung.

    Station 5 von 5

    Das nächste Wort

    Alles bisher dient einem Zweck: dem wahrscheinlichsten nächsten Wort. Das Modell hängt es an, sieht den neuen Satz und schätzt wieder. Ein ganzer Text entsteht aus tausenden solcher Schritte.

    Dieses Modell hier hat nur 190 Sätze gelesen. Es schreibt trotzdem, auch über Anfänge, die es nie gesehen hat. Das ist der Kern dessen, was man Halluzination nennt: eine flüssige Antwort ohne Wissen dahinter.

    Merksatz: Ein Sprachmodell schätzt, es weiß nicht. Es prüft nie, ob der Satz stimmt. Das bleibt Ihre Aufgabe.

    Kandidaten für das nächste Wort

      Praxis

      Was das für Ihren Alltag heißt

      Vier Folgerungen aus den fünf Stationen. Sie gelten für jedes Sprachmodell, egal von welchem Anbieter.

      Station 5

      Wahrscheinlich ist nicht wahr

      Ein Modell liefert immer eine flüssige Antwort, auch ohne Wissen. Ergebnisse mit Wirkung nach außen prüft ein Mensch, bevor sie zählen.

      Station 4

      Der Prompt ist der Kontext

      Jedes Wort im Prompt wird gewichtet. Rolle, Aufgabe, Beispiel und Format nennen, dann wird die Antwort verlässlicher. Prompt-Bibliothek öffnen

      Station 1 und 3

      Die Daten bestimmen die Antwort

      Was das Modell nie gesehen hat, kann es nicht wissen. Firmenwissen kommt über sauber aufbereitete Dokumente ins Spiel. RAG und Wissensmanagement

      Station 2 und 3

      Klein anfangen, messen, ausbauen

      Ein Prozess, ein messbares Ziel, ein Prototyp. So zeigt sich früh, ob KI sich rechnet. KI- und Innovationsberatung

      Datenschutz

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