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Skill · Umsatzsteuer

Gastronomie: Steuersatzaufteilung bei Kombiangeboten

Die Skill führt die Zuordnung aus, die der Prompt beschreibt, und nimmt dabei die Mengenarbeit ab: Karte, Paketbeschreibungen und Artikelstamm der Kasse werden gegeneinander abgeglichen und **jede Position einzeln** d...

Sicher verwenden

Mandanten- und Personendaten vor der Eingabe anonymisieren. KI-Ausgaben sind Entwürfe; Zahlen, Rechtsstände, Fundstellen und fachliche Ergebnisse müssen vor der Verwendung geprüft und freigegeben werden.


name: gastronomie-steuersatzaufteilung description: Gleicht Speise- und Getränkekarte, Paketbeschreibungen und den Artikelstamm der Kasse gegeneinander ab und ordnet jedes Angebot Zeile für Zeile nach dem Prüfschema aus Prompt 84 zu: erst die Art der Leistung, dann der Steuersatz je Bestandteil, dann die Aufteilungsfrage beim Pauschalpreis. Erzeugt daraus die vollständige Artikelmatrix, die Änderungsaufträge für das Kassensystem, Rückfrageliste, Aufgabenliste, Mandantenschreiben und Prüfvermerk; sie rechnet keine Aufteilung aus und nennt keinen Steuersatz als Zahl. Use when a gastronomy or hotel client has combination offers, buffets, conference or all-inclusive packages at one flat price and the cash register article master has to be split by tax rate.

84 – Gastronomie: Steuersatzaufteilung bei Kombiangeboten

Zweck

Die Skill führt die Zuordnung aus, die der Prompt beschreibt, und nimmt dabei die Mengenarbeit ab: Karte, Paketbeschreibungen und Artikelstamm der Kasse werden gegeneinander abgeglichen und jede Position einzeln durch dasselbe Raster geführt. Ein Betrieb mit Mittagskarte, Abendkarte, Getränkekarte, Tagungspauschalen und Aktionsangeboten kommt schnell auf mehrere hundert Zeilen, und der Fehler entsteht nicht bei der schwierigen, sondern bei der übersehenen Zeile – bei dem Kombiartikel, den niemand für einen Aufteilungsfall gehalten hat.

Sie rechnet nichts. Sie ordnet zu, hält je Zeile fest, worauf die Zuordnung sich stützt und was zu ihrer Bestätigung fehlt, und liefert die Artikelmatrix so, dass der Betrieb nur noch die Spalte mit dem Kassenschlüssel füllt. Die ausführliche Begründung bleibt auf fünf Angebotstypen beschränkt – die Skill benennt, nach welchem Kriterium sie diese fünf gewählt hat, damit nachvollziehbar bleibt, welche Zeilen nur in der Matrix stehen.

Wann einsetzen – und wann nicht

Einsetzen, wenn Angebote mit einem Pauschalpreis über mehrere Bestandteile umsatzsteuerlich zuzuordnen sind – Buffets, Menüpauschalen, Tagungs- und Business-Packages, Übernachtungspakete, All-inclusive-Angebote, Cateringpakete – oder wenn nach einer Umstellung kontrolliert werden soll, ob der Artikelstamm der Kasse die Zuordnung tatsächlich abbildet.

Nicht einsetzen:

  • Belege mit unrichtigem Steuerausweis liegen bereits vor: Prompt 87. Er verlangt den Wortlaut des Steuerausweises, den Rechnungstyp, die Zusammensetzung des Empfängerkreises mit Nachweisquelle sowie Anzahl und Volumen der betroffenen Rechnungen – Angaben zur Berichtigung, nicht zur Zuordnung. Diese Skill ordnet zu und übergibt dorthin.
  • Die Gutscheinsystematik selbst ist zu klären: Prompt 117. Er fragt Wortlaut und Bedingungen des Gutscheins, Einlösestellen, Einlöseraum, Ausgabe im eigenen oder fremden Namen, Übertragbarkeit und Restwertregelung ab. Hier steht nur Gutscheinart und Ausgabezeitpunkt im Bogen; steht dort „unklar", wird die Zeile nicht eingeordnet, sondern übergeben.
  • Laufende Kassenführung nach GoBD – Tagesabschluss, Kassenbericht, Stornos, Belegausgabe, Einzelaufzeichnung: Prompt 38. Er fragt Kassenart und Anzahl, eingesetztes System, Vorhandensein einer technischen Sicherheitseinrichtung, Stand der Mitteilung an das Finanzamt und die Art der Kassenbuchführung ab und erzeugt eine Mandantencheckliste, keine Artikelzuordnung.
  • Die Verfahrensdokumentation soll geschrieben werden: Prompt 37. Er verlangt die Beschreibung der tatsächlichen Abläufe – Belegarten und ihre Wege, wer scannt, womit, wer freigibt, wie gesichert wird. Diese Skill benennt nur, was aus der Umstellung heraus zu dokumentieren und fortzuschreiben ist.
  • Erwogene Selbstanzeige oder laufendes Steuerstrafverfahren: Diese Angaben gehören nach DATENSCHUTZ.md (Zone Rot) in kein KI-Werkzeug. Zusammen mit einem erkennbaren Organisationsversagen der Kanzlei lösen sie die Abbruchregel der Prompt-Datei aus; sie steuern den betroffenen Zeitraum aus, nicht den ganzen Lauf – siehe Schritt 3.

Vor dem ersten Arbeitsschritt: Datensparsamkeit

Die Skill bekommt Karte und Artikelstamm unmittelbar; niemand maskiert vorher. Deshalb zuerst:

  1. Bestätigung einholen, dass Steuernummer, Steuer-Identifikationsnummer, Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, Aktenzeichen des Finanzamts, Seriennummer der technischen Sicherheitseinrichtung und Zertifikatsangaben der Kasse vollständig entfernt sind – nicht teilmaskiert, nicht in Ausschnitten, auch nicht in Auszügen aus Kassen- oder Herstellerunterlagen.
  2. Personenbezogene Kassendaten bleiben draußen: Bedienernamen und Bedienerkennungen, Personalnummern, Trinkgeldzuordnungen, Kundenkonten und Namen von Veranstaltungskunden. Artikelstammexporte führen diese Spalten erfahrungsgemäß mit, ohne dass jemand sie erwartet – sie werden vor dem Einfügen gelöscht, nicht ausgeblendet.
  3. Nur neutrale Kennungen: Mandant A, Betrieb 1, Veranstaltungskunde 1. Anschriften der Betriebsstätten entfallen ersatzlos.
  4. Taucht Zone-Rot-Material auf, wird angehalten, nicht bereinigt. Die Rückmeldung nennt Spalte und Zeile und sagt, was stattdessen genügt: Artikelbezeichnung, enthaltene Bestandteile, Preis, Verzehrart, Anlass und der derzeit hinterlegte Steuerschlüssel. Mehr braucht die Zuordnung nicht.
  5. Werkzeugauswahl, Auftragsverarbeitungsvertrag und die berufsrechtliche Einbindung des Anbieters nach § 62a StBerG (sorgfältige Auswahl, Vertrag in Textform mit Verschwiegenheitsverpflichtung, Beschränkung der Kenntnisnahme auf das Erforderliche) müssen vor dem Einsatz geklärt sein; bei unmittelbarem Einsatz für ein konkretes Mandat klärt der Berufsträger vorab § 62a Abs. 5 StBerG. Einzelheiten in DATENSCHUTZ.md.

Ablauf

  1. Datensparsamkeit abschließen. Ohne die Bestätigung wird keine Zeile aufgenommen.
  2. Rahmen aufnehmen: Betriebsart, betrachteter Zeitraum, Kontenrahmen, Kassensystem mit der Angabe, ob Set- oder Kombiartikel und die Umschaltung der Verzehrart möglich sind, Stand der Verfahrensdokumentation, Stand der bereits abgegebenen Voranmeldungen. Was fehlt, wird nachgefordert und nicht unterstellt: Ohne die Angaben zur Leistungsfähigkeit der Kasse entsteht kein Änderungsauftrag, sondern eine offene Frage.
  3. Aussteuern, bevor zugeordnet wird. Noch vor dem ersten Abgleich wird geprüft, ob die Angaben eine erwogene Selbstanzeige, ein laufendes Steuerstrafverfahren oder ein Organisationsversagen der Kanzlei benennen. Ist das für einen Zeitraum der Fall, wird für ihn nicht weitergearbeitet; dafür steht ausschließlich der Aussteuerungssatz der Prompt-Datei, und weder Artikelmatrix noch Änderungsauftrag noch Mandantenschreiben nehmen diesen Zeitraum auf. Die übrigen Zeiträume laufen vollständig weiter, und die Skill sagt ausdrücklich, welchen sie ausgesteuert hat. Diese Prüfung steht hier und nicht am Ende: Eine Aussteuerung nach abgeschlossener Zuordnung hätte die Bearbeitung nicht verhindert. Bereits abgegebene Voranmeldungen mit unzutreffender Zuordnung sind kein Abbruchgrund: Sie gehören unter die Übergabepunkte, die Prüfung einer Berichtigung nach § 153 AO ist Aufgabe des Berufsträgers.
  4. Karte und Artikelstamm gegeneinander abgleichen – der eigentliche Mengenschritt. Beide Quellen führen selten dieselben Bezeichnungen. Die Skill bildet drei Zeilengruppen: Positionen in beiden Quellen, Kartenposition ohne Artikel im Stamm, Artikel im Stamm ohne Kartenposition. Sie führt nichts stillschweigend zusammen; jede Zuordnung zweier abweichender Bezeichnungen wird als solche ausgewiesen. Am Ende meldet sie, wie viele Zeilen je Gruppe entstanden sind.
  5. Eindeutigkeit einschätzen und fehlende Angaben je Angebot einzeln benennen. Fehlt die Beschreibung der Dienstleistungselemente, wird die Art der Leistung nicht entschieden, sondern angefordert – auch dann, wenn das Ergebnis naheliegt.
  6. Art der Leistung je Zeile bestimmen, vor jeder Steuersatzfrage. Die Skill folgt dem Prüfschema der Prompt-Datei, Schritt 1, und entscheidet nicht aus dem Gedächtnis. Die Reihenfolge wird nicht umgedreht; Ergebnis je Zeile ist auch „nicht entscheidbar", und diese Zeilen gehen unbewertet in die Rückfrageliste. Derselbe Artikel kann am Tisch und über die Theke unterschiedlich ausfallen – dann entstehen zwei Zeilen, nicht eine.
  7. Zeitliche Anwendung je Umsatz nach Schritt 2 der Prompt-Datei. Gesondert geführt werden Anzahlungen und Vorausrechnungen über den Jahreswechsel, Gutscheine nach ihrer Art und Veranstaltungen, die über den Jahreswechsel laufen. Steht bei einem Gutschein „unklar", wird er nicht eingeordnet, sondern an Prompt 117 übergeben.
  8. Steuersatz je Bestandteil und Prüfung auf einheitliche Leistung nach den Schritten 3 und 4 der Prompt-Datei, Bestandteil für Bestandteil: Speisen, Getränke, Übernachtung und die damit verbundenen Leistungen, Raumnutzung, Technik, Betreuung, Eintritt, Transport. Jede Pauschale, die Getränke enthält, wird als Aufteilungsfall markiert, auch wenn die Karte nur einen Preis kennt. Kein Steuersatz und kein Prozentsatz als Zahl – nur ermäßigter oder allgemeiner Steuersatz mit dem Zusatz für [JAHR] verifizieren.
  9. Aufteilung des Pauschalpreises darstellen, nicht rechnen (Schritt 5 der Prompt-Datei): Maßstab, in Betracht kommende Nichtbeanstandungsregelung mit ihren Voraussetzungen, Prozentsatz ausschließlich als nachzuschlagende Größe, bestehende Wahlrechte und was ihre Ausübung dokumentarisch voraussetzt. Die Rechengrößen werden so aufbereitet, dass ein Mensch die Aufteilung im Fachprogramm vornimmt.
  10. Artikelmatrix vollständig erzeugen. Jede Zeile aus Schritt 4 wird aufgenommen, auch die eindeutigen und die aus der Gruppe „Artikel ohne Kartenposition". Die Spalte Kassenschlüssel bleibt leer. Die ausführliche Begründung erhalten höchstens fünf Angebotstypen; die Skill nennt das Auswahlkriterium und listet auf, welche Zeilen nur zugeordnet und nicht erläutert wurden.
  11. Änderungsaufträge für das Kassensystem und Dokumentationspflichten nach den Schritten 7 und 8 der Prompt-Datei, je Auftrag mit Rolle und Nachweis. Keine Aufbewahrungsdauer als Zahl, keine Frist.
  12. Übrige Ergebnisse erzeugen und ablegen: Übergabepunkte, Rückfrageliste, Aufgabenliste mit ☐, Mandantenschreiben von höchstens 250 Wörtern in Sie-Form ohne Steuersatz als Zahl und ohne Ergebniszusage, Prüfvermerk für die Akte. Die Abschnittsreihenfolge folgt dem Ausgabeformat der Prompt-Datei.

Ergebnis

Eine Datei <Mandatskürzel>-steuersatzmatrix-<JJJJ-MM>.md; bei der Umstellungskontrolle nach einigen Wochen eine neue Datei mit neuem Monatsstand, damit der Vorher-Nachher-Vergleich möglich bleibt.

Inhalt und Reihenfolge folgen dem Ausgabeformat der Prompt-Datei: Eindeutigkeit und Datenlage, Art der Leistung je Angebot, zeitliche Anwendung, Steuersatzzuordnung je Bestandteil, einheitliche oder mehrere Leistungen, Aufteilung mit Nichtbeanstandungsregelung und Rechengrößen, Artikelmatrix, Änderungen im Kassensystem mit Rollen, Aufzeichnungs- und Dokumentationspflichten, Übergabepunkte, Rückfrageliste, Aufgabenliste, Mandantenschreiben, Prüfvermerk, interne Notiz und – als letzter Abschnitt, wie im Ausgabeformat vorgesehen – was unsicher geblieben ist. Nur das Mandantenschreiben wird für den Versand entnommen; alles Übrige bleibt intern.

Qualitätssicherung

Das Ergebnis ist ein Entwurf und kennt nur, was in Karte und Artikelstamm stand.

  • Vier-Augen-Prinzip: Eine zweite fachkundige Person nimmt die Artikelmatrix Zeile für Zeile gegen Karte und Artikelstamm nach, vorrangig die Zeilengruppe mit abweichenden Bezeichnungen. Mandantenschreiben und jede Auskunft zur Steuersatzzuordnung gibt ein Berufsträger frei (Freigabestufe 3 in DATENSCHUTZ.md).
  • Die Skill rechnet nicht: keine Aufteilung eines Pauschalpreises, kein Entgeltanteil, kein Steuerbetrag, keine Frist. Die Rechenarbeit erledigt ein Mensch im Fachprogramm.
  • Kein Prozentsatz aus der Antwort. Der Prozentsatz einer Nichtbeanstandungsregelung wird am BMF-Schreiben abgelesen und die Inanspruchnahme dokumentiert; ein aus dieser Ausgabe übernommener Wert ist kein Beleg.
  • Rechtsgrundlage ist das Steueränderungsgesetz 2025. Eine Ausgabe, die § 12 Abs. 2 Nr. 15 UStG dem Investitionssofortprogramm zuschreibt, wird verworfen und der Lauf wiederholt.
  • Erst die Art der Leistung, dann der Steuersatz. Ist die Reihenfolge in der Ausgabe vertauscht, ist das Ergebnis unbrauchbar, auch wenn die Zuordnung zufällig stimmt.
  • Vor der Umstellung einen Testbon je Angebotstyp erzeugen und gegen die Artikelmatrix halten; ein falsch hinterlegter Setartikel produziert den Fehler tausendfach. Änderungen am Artikelstamm und an den Steuerschlüsseln mit Datum protokollieren und die Verfahrensdokumentation zur Kasse fortschreiben.
  • Zuordnen und Berichtigen trennen. Liegen Belege mit unrichtigem Steuerausweis vor, wird an Prompt 87 übergeben, bevor weitere Belege ausgegeben werden; dort hängt schon die Frage, ob die Steuer entsteht, vom Empfängerkreis ab.
  • Vermutungen kennzeichnen: Jede Zuordnung, die von der tatsächlichen Ausgestaltung im Betrieb abhängt, steht ausdrücklich als Vermutung mit der Feststellung, die sie bestätigen würde.
  • Zone Rot auch in der Ausgabe kontrollieren: keine Nummer, kein Aktenzeichen, keine Bedienerkennung, auch nicht in Beispielzeilen.
  • Rechtsstand: Die Skill führt keine eigene Fundstellensammlung; geprüft wird an den in der Prompt-Datei genannten Fundstellen. In der Ausgabe steht gleichwohl zu jeder rechtlichen Aussage die Rechtsgrundlage mit Absatz, Satz und Nummer und dem Zusatz für [JAHR] verifizieren; ist eine Fundstelle unsicher, steht dort „Fundstelle offen – bitte recherchieren".

Grundlage

Prüfschema, Rechtsrahmen und Ausgabeformat stehen in der Prompt-Datei prompts/02-umsatzsteuer/84-gastronomie-steuersatzaufteilung.md; die Skill folgt ihr und schreibt sie nicht ab.