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Skill · Krise, Liquidität & Bank

Rollierende 13-Wochen-Liquiditätsplanung

Die Skill führt die Arbeit aus, die der Prompt beschreibt: Sie liest die exportierten Listen zeilenweise ein, verteilt jede Position auf die Kalenderwoche, in der sie zahlungswirksam wird, und rechnet Anfangsbestand,...

Sicher verwenden

Mandanten- und Personendaten vor der Eingabe anonymisieren. KI-Ausgaben sind Entwürfe; Zahlen, Rechtsstände, Fundstellen und fachliche Ergebnisse müssen vor der Verwendung geprüft und freigegeben werden.


name: liquiditaetsplanung-13-wochen description: Baut aus OPOS-Listen, Fixkosten, Tilgungsplan und Kreditlinien eine rollierende Wochentabelle über 13 Wochen, weist je Zeile die Herkunft des Werts aus und rechnet die drei Szenarien durch. Schreibt eine vorhandene Planung Woche für Woche fort und stellt Plan und Ist gegenüber. Use when a client's cash position over the next quarter must be planned or an existing 13-week plan needs to be rolled forward by one week.

66 – Rollierende 13-Wochen-Liquiditätsplanung

Zweck

Die Skill führt die Arbeit aus, die der Prompt beschreibt: Sie liest die exportierten Listen zeilenweise ein, verteilt jede Position auf die Kalenderwoche, in der sie zahlungswirksam wird, und rechnet Anfangsbestand, Endbestand und freien Rahmen über 13 Wochen durch – für die Basis und für die beiden abweichenden Szenarien. Der Mengenvorteil liegt doppelt: in der Datenauswertung, weil eine OPOS-Liste mit dreistelliger Zeilenzahl von Hand nicht in Wochen zerlegt wird, und in der Fortschreibung, weil die Skill beim nächsten Aufruf die vorhandene Datei einliest, die abgelaufene Woche gegen das Ist schließt und eine neue 13. Woche anhängt. Erst diese Rückschau macht die Planung belastbar.

Wann einsetzen – und wann nicht

Einsetzen für den Aufbau eines Planungsgerüsts über 13 Wochen, für die wöchentliche Fortschreibung einer bereits angelegten Planung und für die Gegenüberstellung von Plan und Ist der abgelaufenen Wochen.

Nicht einsetzen:

  • Krisenindikatoren und Hinweisschreiben: Prompt 65. Er ist dem Berufsträger vorbehalten und fragt anderes ab – Abschlusszahlen mehrerer Jahre, Kapitaldienst gegen erwirtschafteten Überschuss, Lieferantenlaufzeiten, Datum und Inhalt des Gesprächs. Diese Angaben erhebt die Skill nicht.
  • Zahlungsunfähigkeit, Statusgerüst für den Insolvenzrechtler: Prompt 74. Er verlangt einen Stichtag, fällige Verbindlichkeiten mit Datum der Fälligstellung, Rückstände bei der Sozialversicherung als Gesamtbetrag und als Pflichtangabe die Bestätigung, dass die Beitragsrückstände dem Berufsträger vorgelegen haben. Ohne diese Felder ist ein Status nicht aufzubauen – die Skill baut ihn deshalb nicht, auch nicht ansatzweise, und trifft keine insolvenzrechtliche Beurteilung.
  • Sanierungs- und Finanzierungsberatung: dafür gibt es in dieser Sammlung keinen Prompt und keine Skill, und es soll auch keine geben. Beides ist Rechtsdienstleistung und für den Steuerberater allenfalls als Nebenleistung denkbar; die Abgrenzung und ihre Fundstellen stehen in der Prompt-Datei. Nach einer Finanzierungsempfehlung, einem Sanierungsvorschlag oder einer Aussage zur Fortführungsfähigkeit gefragt, gibt die Skill sie nicht ab, sondern verweist an den Berufsträger und an einen Insolvenz- oder Sanierungsrechtler.
  • Vorlage bei einer Bank: Prompt 67 – er fragt den Wortlaut der Bankanforderung und den Stand der dokumentierten Einwilligung ab.
  • Reine Auswertung offener Forderungen nach Altersstruktur und Risiko, ohne Wochenbezug: Prompt 18. Er wertet den OPOS-Export der Debitoren aus – die Forderungen des Mandanten gegen seine Kunden – und hat kein Eingabefeld für Kreditoren. Für die Verbindlichkeitenseite gibt es kein eigenes Ziel; sie bleibt in dieser Skill und wird hier wochenweise verteilt.

Vor dem ersten Arbeitsschritt: Datensparsamkeit

Die Skill bekommt den Sachverhalt unmittelbar; niemand maskiert vorher. Deshalb zuerst:

  1. Bestätigung einholen, dass Steuer-Identifikationsnummer, Steuernummer und Aktenzeichen des Finanzamts vollständig entfernt sind – nicht teilmaskiert, nicht in Ausschnitten, nicht in Anlagen.
  2. Nur mit Kürzeln arbeiten: Mandant A, Kunde 1, Lieferant 1, Beschäftigte ausschließlich als Rolle, Konten als Konto ****1234. Die vollständige IBAN bleibt draußen, ebenso die Zuordnungstabelle der Kürzel.
  3. Taucht Zone-Rot-Material auf, wird die Bearbeitung abgebrochen, nicht bereinigt. Rückmeldung: welche Angabe gefunden wurde, in welcher Zeile, und die Bitte, den Export ohne diese Spalte erneut einzufügen – Betrag, Fälligkeit, Kürzel, Mahnstufe und die mittlere Zahlungsverzögerung je Kunde genügen für die Planung.
  4. Werkzeugauswahl, Auftragsverarbeitungsvertrag und die berufsrechtliche Einbindung des Anbieters nach § 62a StBerG müssen vor dem Einsatz geklärt sein; bei unmittelbarem Einsatz für ein konkretes Mandat klärt der Berufsträger vorab § 62a Abs. 5 StBerG. Einzelheiten in DATENSCHUTZ.md.

Ablauf

  1. Datensparsamkeit abschließen. Ohne die Bestätigung aus Punkt 1 des Datensparsamkeitsabschnitts wird nicht begonnen.
  2. Rahmen aufnehmen: Startwoche, Kontostände zum Start, Limit und Ausnutzung der Kreditlinien, Angaben zur Umsatzsteuer. Fehlt ein Feld, wird es als „fehlt" geführt und nicht geschätzt.
  3. Exporte zeilenweise einlesen: OPOS Debitoren und Kreditoren Zeile für Zeile, das historische Zahlungsverhalten je Kunde (mittlere Überschreitung in Tagen), dazu Fixkosten, Personalkosten samt Abführungen, Tilgungsplan, Sondereffekte, Umsatzhistorie. Zeilen ohne Fälligkeit oder ohne Betrag wandern unverändert in die Lückenliste und werden nicht eingeplant. Fehlt das Zahlungsverhalten, wird es nachgefordert und bis dahin als Lücke geführt – ohne diese Angabe fällt die Planung zu optimistisch aus; eine Zahlungsquote wird nicht ersatzweise unterstellt.
  4. Vorwochendatei einlesen, falls vorhanden – vor dem Rechnen, nicht danach. Die abgelaufene Woche wird mit den Ist-Werten geschlossen, die Abweichung je Position vermerkt, der Endbestand der Vorwoche als Anfangsbestand der neuen Startwoche übernommen und eine neue 13. Woche angehängt. Abweichungen, die sich wiederholen, werden als geänderte Annahme mit neuem Herkunftskennzeichen geführt, nicht stillschweigend eingerechnet. Der Abschnitt „Plan und Ist der abgelaufenen Woche" entsteht hier und bleibt auch dann in der Datei, wenn die Bearbeitung später nach Schritt 8 endet.
  5. Herkunft je Zeile kennzeichnen – die tragende Regel dieser Skill. Jede Zeile der Wochentabelle und jeder Eintrag der Annahmenliste trägt eines von drei Kennzeichen: Export (Wert stammt aus einer gelieferten Datei), Mandant (vom Mandanten genannt oder geschätzt) oder Annahme (aus der gelieferten Historie abgeleitet, mit offengelegtem Ableitungsweg). Ein Wert ohne Kennzeichen kommt nicht in die Tabelle; lässt sich die Herkunft nicht klären, wird die Position zur Lücke. Zahlungsquoten, Zinssätze und Saisonverläufe werden nicht erfunden.
  6. Wochentabelle rechnen nach dem Vorgehen in der Prompt-Datei, Schritte 1 bis 6, in dieser Reihenfolge. Steuer- und Beitragszahlungen bekommen eine eigene Zeile mit leerer Wochenspalte; die Skill bestimmt keinen Zahlungstermin.
  7. Szenarien rechnen: Basis, vorsichtig, angespannt. Geändert werden ausschließlich Annahmen, nie Zahlen; je Szenario werden die geänderten Annahmen offen aufgelistet.
  8. Punkt der ersten Unterdeckung bestimmen – ohne Bewertung. Ergibt ein Szenario einen Endbestand zuzüglich freier Linie unter Null oder eine vollständig ausgenutzte Linie, endet die Bearbeitung hier: Erläuterungstext für den Mandanten und Frühindikatoren werden nicht erzeugt, ausgegeben werden nur Wochentabelle, Annahmenliste und der Weiterleitungssatz aus der Prompt-Datei mit Woche und Szenario. Die Weiterleitung an den Berufsträger und das Verfahren aus Prompt 65 werden nicht abgeschwächt, nicht relativiert und nicht durch eine eigene Einschätzung ersetzt.
  9. Erläuterungstext und Frühindikatoren erzeugen – nur, wenn Schritt 8 nicht gegriffen hat. Der Erläuterungstext ist in Sie-Form, höchstens 350 Wörter, löst jeden Fachbegriff in einem Halbsatz auf und enthält den Vorbehalt aus der Abgrenzung der Prompt-Datei: Die Planung ist eine Fortschreibung von Annahmen, keine Zusage, keine Finanzierungsempfehlung und keine Fortbestehensprognose. Dieser Vorbehalt ist Pflichtbestandteil des Mandantentextes, nicht bloß ein Verbot. Dazu höchstens sieben Frühindikatoren, je mit Quelle in DATEV und Beobachtungsanlass.
  10. Ergebnis ablegen. An den Anfang kommt die Einschätzung der Eindeutigkeit – eindeutig / vertretbare Varianten / nicht entscheidbar – und unmittelbar darunter die Lückenliste mit allen als „fehlt" geführten Angaben. Lücken werden weder eingeplant noch geschätzt.

Ergebnis

Eine Datei <Mandatskürzel>-liquiditaet-13w-<JJJJ-KWnn>.md, je Fortschreibung eine neue Datei mit der Kalenderwoche im Namen, damit der Verlauf nachvollziehbar bleibt. Inhalt und Reihenfolge folgen dem Ausgabeformat der Prompt-Datei; die Wochentabelle wird um eine Spalte „Herkunft" ergänzt, bei einer Fortschreibung kommt ein Abschnitt „Plan und Ist der abgelaufenen Woche" davor. Endet der Lauf nach Schritt 8, enthält die Datei die Einschätzung der Eindeutigkeit, die Lückenliste, den Abschnitt „Plan und Ist der abgelaufenen Woche" aus Schritt 4, Wochentabelle, Annahmenliste und den Weiterleitungssatz – und einen Vermerk, dass die Mandantenkommunikation bewusst unterblieben ist.

Die Datei ist das Übertragungsgerüst, nicht das führende System: Wochentabelle und Annahmen werden nach der Freigabe in DATEV Analyse und Planung (Liquiditätsplanung) übernommen und dort fortgeschrieben. Eine dauerhaft danebenlaufende Einzeltabelle wird nicht angelegt.

Qualitätssicherung

  • Vier-Augen-Prinzip: Das Ergebnis ist ein Entwurf. Eine zweite Person rechnet Wochentabelle und Annahmenliste nach; die Freigabe erteilt ein Berufsträger (Freigabestufe 3 in DATENSCHUTZ.md).
  • Die Skill berechnet keine Fristen und keine Steuertermine. Sie benennt nur, welche Terminarten im Raum stehen. Die Woche setzt ein Mensch ein und erfasst den Termin im Fristenprogramm; solange eine Zeile keine Woche trägt, ist die Tabelle ausdrücklich unvollständig.
  • Jede Annahme auf ihre Quelle prüfen. Zeilen mit dem Kennzeichen Annahme werden gegen den ausgewiesenen Ableitungsweg gehalten; was sich nicht zurückführen lässt, wird gestrichen und bleibt Lücke.
  • Keine Zusage im Text – und der Vorbehalt muss darin stehen. Formulierungen streichen, die Zahlungsfähigkeit oder Fortführung zusichern, und positiv prüfen, dass der Erläuterungstext den Vorbehalt trägt: Fortschreibung von Annahmen, keine Zusage, keine Finanzierungsempfehlung, keine Fortbestehensprognose. Fehlt der Vorbehalt, geht der Text nicht hinaus.
  • Verwendungszweck prüfen, bevor etwas das Haus verlässt: Weitergabe an eine Bank nur nach Prompt 67, bei Krisenindikatoren Prompt 65, bei der Frage der Zahlungsunfähigkeit Prompt 74 – jeweils mit gesonderter Beurteilung durch einen Berufsträger.
  • Rechtsstand: Die Skill übernimmt keine eigene Fundstellensammlung in diese Datei – maßgeblich sind die Fundstellen der Prompt-Datei. In der Ausgabe steht gleichwohl zu jeder rechtlichen Aussage die Rechtsgrundlage positiv mit Absatz und Satz, jeweils mit dem Zusatz für [JAHR] verifizieren; ist eine Fundstelle unsicher, steht dort „Fundstelle offen – bitte recherchieren". Ein Verbot ersetzt hier keine Pflicht: Ohne benannte Fundstelle weiß der Berufsträger nicht, was er nachschlagen soll.

Grundlage

Diese Skill führt den Prompt prompts/12-krise-liquiditaet-bank/66-liquiditaetsplanung-13-wochen.md aus; Prüfschema, Abgrenzung und Fundstellen stehen dort und gelten unverändert.