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Skill · Jahresabschluss

Anlagevermögen und AfA-Wahlrechte plausibilisieren

Die Skill nimmt Anlagenliste, Kontensalden und Reparaturaufwand einmal entgegen und führt danach jeden Zugang des Jahres einzeln durch das achtstufige Entscheidungsschema der Prompt-Datei. Darin liegt der Mengenvortei...

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Mandanten- und Personendaten vor der Eingabe anonymisieren. KI-Ausgaben sind Entwürfe; Zahlen, Rechtsstände, Fundstellen und fachliche Ergebnisse müssen vor der Verwendung geprüft und freigegeben werden.


name: anlagevermoegen-afa-wahlrechte description: Prüft die Zugänge eines Wirtschaftsjahres einzeln durch das Entscheidungsschema zum Anlagevermögen, stellt je Zugang die Wahlrechte gegenüber und stimmt die Anlagenbuchführung gegen die Konten des Rechnungswesens ab. Sie rechnet keine AfA und übt kein Wahlrecht aus. Use when an Anlagenliste has to be plausibilised before closing the books, when Methodenwahl und Wahlrechte je Zugang zu dokumentieren sind, or when Reparaturkonten auf nachträgliche Anschaffungskosten durchzusehen sind.

52 – Anlagevermögen und AfA-Wahlrechte plausibilisieren

Zweck

Die Skill nimmt Anlagenliste, Kontensalden und Reparaturaufwand einmal entgegen und führt danach jeden Zugang des Jahres einzeln durch das achtstufige Entscheidungsschema der Prompt-Datei. Darin liegt der Mengenvorteil: Der Textblock allein müsste je Zugang neu ausgefüllt werden, samt Mandantenrahmen; die Skill hält den Rahmen fest, arbeitet die Zugangsliste zeilenweise ab und sammelt die Rückfragen gebündelt. Über den Bestand laufen zusätzlich Ausreißersuche und Abstimmung gegen die Anlagen- und Abschreibungskonten. Die Skill rechnet keine AfA und übt kein Wahlrecht aus – sie legt die Entscheidungsgrundlage vor.

Wann einsetzen – und wann nicht

Einsetzen, wenn die Zugänge eines Wirtschaftsjahres vor dem Abschluss plausibilisiert werden sollen: Methodenwahl je Zugang, Bindungswirkung der Wahlrechte, Ausreißer im Bestand, Differenzen zwischen Anlagenbuchführung und Rechnungswesen. Nicht einsetzen für:

  • Anschaffungsnahe Herstellungskosten bei Gebäuden: Prompt 89. Er verlangt Angaben, die eine Anlagenliste nicht enthält – Kaufvertrag, Kaufpreisaufteilung, Zustand und Ausstattung des Gebäudes vor und nach der Maßnahme, sämtliche Rechnungen als Einzelpositionen und den Stand der Bescheide. Die maßgebliche Liste steht dort unter "Was du bereitstellen musst" und wird von dort angefordert, nicht von hier – sie ist länger und in den Einzelheiten strenger, als sich hier wiedergeben lässt. Fehlen die Angaben, werden sie angefordert; der Verweis ersetzt sie nicht. Auch Prompt 89 bildet keine Summen und rechnet keine Prozentgrenze.
  • Überwachung von Investitionsabzugsbeträgen über mehrere Jahre: Prompt 53. Er verlangt die Übersicht der Abzugsbeträge mit Jahr der Bildung, Betrag, geplantem Wirtschaftsgut, verwendetem Teilbetrag und Rest.
  • Im Nachlauf gebuchte Zugänge und die Periodenabgrenzung: Prompt 51 mit der Buchungsliste des Nachlaufzeitraums.

Ebenso wenig einsetzen, um AfA-Beträge, Restbuchwerte oder Bemessungsgrundlagen zu ermitteln oder ein Wahlrecht zu entscheiden.

Vor dem ersten Arbeitsschritt: Datensparsamkeit

Vor dem ersten Zugang ist zu bestätigen, dass Steuer-Identifikationsnummer, Steuernummer und Aktenzeichen des Finanzamts entfernt sind – nicht maskiert, sondern entfernt, auch in Ausschnitten und in Kopfzeilen exportierter Auswertungen. Sie sind Zone Rot nach DATENSCHUTZ.md.

Gearbeitet wird ausschließlich mit Mandatskürzeln und Platzhaltern: Mandant A, Lieferant 1, Fahrzeug 1, Objekt 1. Amtliche Kennzeichen, Seriennummern, Fahrgestellnummern und Lieferantennamen werden ersetzt, nicht gekürzt; für die Prüfung genügen Wirtschaftsgutart, Datum, Betrag, Nutzungsdauer und Methode. Betreffen Positionen ein Gebäude, bleibt die Anschrift des Objekts draußen, die Lage wird nur als Kategorie angegeben.

Taucht Zone-Rot-Material auf, wird abgebrochen und konkret zurückgemeldet, was stattdessen einzureichen ist – etwa: Spalte "Steuernummer" aus dem Export löschen; Bezeichnungen mit Kennzeichen und Fahrgestellnummer durch Fahrzeug 1, Fahrzeug 2 ersetzen; Lieferantennamen auf Lieferant 1 vereinheitlichen. Danach die Liste erneut einreichen.

Werkzeugauswahl, Auftragsverarbeitungsvertrag und die berufsrechtliche Einbindung des Anbieters nach § 62a StBerG (sorgfältige Auswahl, Vertrag in Textform mit Verschwiegenheitsverpflichtung) müssen vor dem Einsatz geklärt sein – siehe DATENSCHUTZ.md.

Ablauf

  1. Mandantenrahmen einmal aufnehmen: Rechtsform, Gewinnermittlung, Wirtschaftsjahr, Gewinnsituation und erwartete Entwicklung, geplante Investitionen, vorhandene Abzugsbeträge nach § 7g EStG, Besonderheiten. Die Gewinnermittlungsart ist Pflichtangabe – sie entscheidet, welche außerplanmäßige Wertkorrektur überhaupt zulässig ist. Fehlt sie, wird nachgefragt und nicht unterstellt.
  2. Unterlagen entgegennehmen und auf denselben Stichtag prüfen: Anlagenliste, Salden der Anlagen- und Abschreibungskonten, Reparatur- und Instandhaltungsaufwand. Weichen die Stichtage ab oder fehlt einer, wird nachgefragt, bevor abgestimmt wird – sonst entstehen Scheindifferenzen.
  3. Zugänge des Jahres vom Bestand trennen und aus den Zugängen eine Arbeitsliste bilden. Jeder Zugang läuft einzeln und in der Reihenfolge der Prompt-Datei durch alle acht Schritte des Abschnitts "ENTSCHEIDUNGSSCHEMA JE ZUGANG"; jedes Schrittergebnis wird festgehalten, auch wenn es "nicht entscheidbar" lautet. Jede Ursachenaussage wird als Vermutung gekennzeichnet, gleich in welchem Teil des Ergebnisses sie steht – Wahlrechtsgegenüberstellung, Empfehlungsraster, Ausreißerliste oder Abstimmung.
  4. Die Weiche nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten gegen Erhaltungsaufwand (Schritt 7 des Entscheidungsschemas) wird für jede auffällige Position der Reparatur- und Instandhaltungskonten gestellt und zusätzlich für jeden Zugang, der an ein bereits vorhandenes Wirtschaftsgut anknüpft – Umbau, Erweiterung, Ersatz von Bestandteilen, Maßnahme am Gebäude. Erstanschaffungen ohne Bezug zu vorhandenem Anlagevermögen durchlaufen die Weiche nicht; das wird je Zugang mit "Erstzugang – Weiche nicht einschlägig" protokolliert und hält den Zugang nicht auf. Wo die Weiche greift, entscheidet sie über die gesamte Folgebehandlung: Bemessungsgrundlage, Nutzungsdauer, Methodenwahl und Sofortabzug hängen daran. Ergebnis je Position ist "nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten", "Erhaltungsaufwand" oder "nicht entscheidbar".
  5. Greift die Weiche und fehlen Angaben zum Zustand, wird nachgefragt, nicht geschätzt. Ohne Angabe zum Zustand des Wirtschaftsguts vor und nach der Maßnahme, zu deren Umfang und dazu, ob das Wirtschaftsgut vorher funktionsfähig und betriebsbereit war, wird nicht zugeordnet; aus Kontobezeichnung, Betrag oder Lieferant wird nichts geschlossen. Die übrigen Schritte des Entscheidungsschemas laufen für diese Position weiter. Betrifft die Maßnahme ein Gebäude in zeitlicher Nähe zum Erwerb, geht die Position mit der in Prompt 89 verlangten Unterlagenliste dorthin.
  6. Wahlrechte je Zugang gegenüberstellen nach den Spalten des Ausgabeformats der Prompt-Datei. Zu jedem Wahlrecht wird ausdrücklich gesagt, ob es nach Ausübung gebunden ist, ob es mehrjährig wirkt und ob es sich später noch ändern lässt – ist das unklar, wird es als unklar ausgewiesen. Prozentsätze, Höchstbeträge, Betragsgrenzen, Nutzungsdauern und Anwendungszeiträume werden nicht als feststehend genannt, sondern als nachzuschlagende Größe benannt, jeweils mit dem wörtlichen Zusatz "für [JAHR] verifizieren". Jede rechtliche Aussage – auch in Ausreißerliste, Abstimmung und interner Notiz – trägt ihre Rechtsgrundlage mit Absatz und Satz und denselben Zusatz; ist sie unsicher, steht dort "Fundstelle offen – bitte recherchieren", ist sie nicht angebbar, "ohne Fundstelle – vor Verwendung belegen". Zu jedem Wahlrecht steht: Ausübung entscheidet ein Berufsträger.
  7. Bestand durchsehen und abstimmen: höchstens zehn Ausreißer, sortiert nach steuerlicher Auswirkung, jede Beobachtung mit Zahl, jede Vermutung als solche gekennzeichnet, je mit Prüfschritt. Danach die Anlagenbuchführung gegen die Kontensalden stellen: Die Zugangs-, Abgangs- und AfA-Spalten der Anlagenliste werden dafür summiert und den Kontensalden gegenübergestellt, jede Differenz wird mit Betrag benannt, der Rechenweg bleibt sichtbar. Darüber hinaus wird nichts gerechnet: AfA-Beträge, Restbuchwerte und Bemessungsgrundlagen werden nicht ermittelt und nicht nachgerechnet.
  8. Offene Punkte gebündelt zurückfragen: eine Rückfrage über alle markierten Positionen, je Position mit der genau fehlenden Angabe. Bleibt sie unbeantwortet, gilt die Position als nicht entscheidbar und erscheint mit ihrer Lücke im Ergebnis.
  9. Ergebnisdatei schreiben in der Gliederung des Ausgabeformats der Prompt-Datei.

Ergebnis

Eine Datei <Mandatskürzel>-anlagevermoegen-<JJJJ>.md mit dem Wirtschaftsjahr im Namen. Inhalt und Reihenfolge richten sich nach dem Ausgabeformat der Prompt-Datei: Eindeutigkeit und Datenlage; Wahlrechtsgegenüberstellung je Zugang mit den dort genannten Spalten; Empfehlungsraster als Abwägung ohne Entscheidung; Ausreißerliste; Abstimmung der Anlagenbuchführung gegen das Rechnungswesen mit Differenzen; interne Notiz; "Was ich nicht sicher weiß". Die Zuordnungsentscheidung aus Schritt 4 steht je Zugang sichtbar im Protokoll – auch als "Erstzugang – Weiche nicht einschlägig" –, einschließlich der mangels Zustandsangaben offen gebliebenen Positionen.

Qualitätssicherung

  • Das Ergebnis ist ein Entwurf. Eine zweite fachkundige Person prüft je Zugang Anschaffungszeitpunkt, Zulässigkeit der Methode zu genau diesem Zeitpunkt, Nutzungsdauer und Bindungswirkung; die Freigabe erteilt ein Berufsträger und dokumentiert sie (Freigabestufe 3 in DATENSCHUTZ.md).
  • Die Skill rechnet keine AfA. Weder AfA-Beträge noch Restbuchwerte, Bemessungsgrundlagen oder Sonderabschreibungen werden ermittelt; gerechnet wird außerhalb, und die Ergebnisse sind nachzurechnen. Kein Prozentsatz, Höchstbetrag, Grenzwert und kein Anwendungszeitraum wird aus der Ausgabe übernommen – diese Werte haben sich mehrfach geändert und sind an den Quellen zu prüfen, die der Abschnitt ## Qualitätssicherung der Prompt-Datei nennt.
  • Die Summen der Abstimmung sind gegenzurechnen. Die Verdichtung der Zugangs-, Abgangs- und AfA-Spalten und jede genannte Differenz werden in der Tabellenkalkulation nachgerechnet; Summenbildung über viele Zeilen ist eine bekannte Fehlerquelle.
  • Die Zuordnung nachträgliche Anschaffungskosten gegen Erhaltungsaufwand ist vor der Freigabe einzeln zu prüfen – sie wirkt über die gesamte Abschreibungsdauer und wird in der Prüfung zuerst angegriffen. Als "nicht entscheidbar" geführte Positionen sind vor dem Abschluss zu klären, nicht zu buchen.
  • Wahlrechte sind teils nicht rückholbar und wirken mehrjährig. Die Ausübung entscheidet ein Berufsträger; mehrjährig wirkende Entscheidungen gehören in die Dauerakte, auch die bewusst nicht gewählte Alternative.

Grundlage

Entscheidungsschema, Sachverhaltsbogen und Ausgabeformat stehen in der Prompt-Datei; die Skill folgt ihr und schreibt sie nicht ab: prompts/03-jahresabschluss/52-anlagevermoegen-afa-wahlrechte.md.