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Skill · Kanzleiorganisation

Wirtschafts-Identifikationsnummer im Mandantenbestand

Die Skill wertet den Mandantenbestand aus: Sie prüft **jede Zeile einzeln**, ordnet das Mandat einer Vergabestufe nach § 1 WIdV zu, benennt das Feld, aus dem sich die Zuordnung ergibt, gleicht die Stufe gegen den mitg...

Sicher verwenden

Mandanten- und Personendaten vor der Eingabe anonymisieren. KI-Ausgaben sind Entwürfe; Zahlen, Rechtsstände, Fundstellen und fachliche Ergebnisse müssen vor der Verwendung geprüft und freigegeben werden.


name: wirtschafts-identifikationsnummer description: Geht den Mandantenbestand zeilenweise durch, ordnet jedes Mandat einer Vergabestufe der Wirtschafts-Identifikationsnummer-Verordnung zu, begründet die Einstufung aus dem jeweiligen Feld und leitet daraus die anzupassenden Stammdatenfelder, die berührten Verfahren und eine Mandanteninformation ab. Sie arbeitet durchgehend mit „vorhanden ja / nein / unbekannt" und fragt keine Nummer ab. Use when a Steuerkanzlei wants to know which Mandate are affected by the Wirtschafts-Identifikationsnummer, which Stammdatenfelder are missing, or how to inform Mandanten about it.

113 – Wirtschafts-Identifikationsnummer im Mandantenbestand

Zweck

Die Skill wertet den Mandantenbestand aus: Sie prüft jede Zeile einzeln, ordnet das Mandat einer Vergabestufe nach § 1 WIdV zu, benennt das Feld, aus dem sich die Zuordnung ergibt, gleicht die Stufe gegen den mitgeteilten Stand ab und leitet daraus die Feldliste für die Stammdaten ab. Der Prompt liefert Rechtsrahmen und Prüfreihenfolge für einen Durchlauf; bei einigen hundert Mandaten ist die eigentliche Arbeit die gleichförmige Zuordnung Zeile für Zeile und ihre Verdichtung zu einer Arbeitsliste ohne überflüssige Rückfragen.

Wann einsetzen – und wann nicht

Einsetzen für die bestandsweite Betroffenheitsprüfung: Welche Mandate sind wirtschaftlich tätig, in welcher Vergabestufe stehen sie, bei welchen ist die Nummer mitgeteilt, welche haben voraussichtlich mehrere Unterscheidungsmerkmale, welche Stammdatenfelder und Verfahren sind zu ergänzen.

Nicht einsetzen für die Namenskonvention der Personenkonten: Wie Debitoren und Kreditoren heißen, welche Nummernkreise und welcher Kontenrahmen gelten, regelt Prompt 25 – dort endet diese Skill mit einem Übergabepunkt. Umgekehrt gilt: Für die Benennung von Mandanten-Stammdatenfeldern zu steuerlichen Ordnungsmerkmalen hat Prompt 25 kein Eingabefeld und trägt den Fall nicht; diese Feldnamen schlägt die Skill selbst vor und übergibt sie zur Angleichung an die vorhandene Konvention. Ebenso wenig einsetzen für die Erstanmeldung eines einzelnen Mandats: Der Fragebogen zur steuerlichen Erfassung mit den Angaben zu Tätigkeit, Beginn, Rechtsform, geschätzten Umsätzen und Vollmachten ist Prompt 68. Diese Skill behandelt den Bestand, nicht den Zugang.

Vor dem ersten Arbeitsschritt: Datensparsamkeit

Die Wirtschafts-Identifikationsnummer ist selbst ein steuerliches Ordnungsmerkmal und wird wie die Steuernummer behandelt. Sie kommt nicht in das Werkzeug – auch nicht teilmaskiert, auch nicht in Ausschnitten, auch nicht als Beispiel. Die Skill arbeitet ausnahmslos mit vorhanden ja / nein / unbekannt und fragt die Nummer an keiner Stelle ab. Dasselbe gilt für Steuernummer, Steuer-Identifikationsnummer und Aktenzeichen des Finanzamts (Zone Rot in DATENSCHUTZ.md) sowie – aus Datensparsamkeit – für USt-IdNr., Register- und Handelsregisternummern. Mandate erscheinen nur als fortlaufende Kürzel (M-01), Mitarbeitende nur als Rollen; keine Firmennamen, keine Anschriften, keine Namen von Beteiligten.

Taucht eine Nummer während der Bearbeitung dennoch auf, wird abgebrochen, nicht überlesen und nicht bereinigt. Rückmeldung: in welcher Zeile und welcher Spalte die Angabe steht, dass der begonnene Durchlauf verworfen ist und dass der Bestand vor dem erneuten Einsatz ohne diese Spalte einzufügen ist. Ein Weiterarbeiten „ohne die Nummer" gibt es nicht – die Angabe ist dann bereits im Werkzeug.

Vor der ersten Zeile fordert die Skill die Bestätigung aus der Prompt-Datei an, dass alle Nummernspalten vor dem Einfügen gelöscht wurden. Steht dort etwas anderes als bestätigt – auch dann, wenn das Feld unausgefüllt geblieben ist –, wird keine Zeile bearbeitet; die Skill gibt nur die Rückmeldung nach der Abbruchregel der Prompt-Datei aus und sagt, welche Fassung sie stattdessen braucht. Ein unvollständig bekannter Bestand ist dagegen kein Abbruchgrund: unbekannt in einer Zeile, auch in mehreren oder allen Feldern einer Zeile, ist der Anlass dieser Auswertung.

Werkzeugauswahl, Auftragsverarbeitungsvertrag und die berufsrechtliche Einbindung des Anbieters nach § 62a StBerG (sorgfältige Auswahl, Vertrag in Textform mit Verschwiegenheitsverpflichtung, Beschränkung der Kenntnisnahme auf das Erforderliche) müssen vor dem Einsatz geklärt sein – siehe DATENSCHUTZ.md.

Ablauf

  1. Kanzleirahmen aufnehmen. Heute gepflegte Stammdatenfelder, Programme, Rolle für die Stammdatenpflege, Ort, an dem Mitteilungen des Bundeszentralamts für Steuern auflaufen, und ob dieser Ort überwacht ist. Was fehlt, wird nachgefordert und nicht unterstellt; ist für die Übertragung in die Stammdaten keine Rolle benannt, wird das als Lücke ausgewiesen.
  2. Tabelle formal prüfen. Die Spalten der Prompt-Datei müssen vollständig vorhanden sein – einschließlich der Anzahl der Betriebe und Betriebstätten als eigener Spalte neben der Ja-Nein-Angabe; eine fehlende wird nachgefordert und nicht ergänzt. Enthält die Tabelle noch eine Nummernspalte, wird sie zurückgewiesen. Bei großen Beständen mit einem Ausschnitt beginnen – etwa den Mandaten mit Betriebstätten.
  3. Vollständigkeit der Angaben einschätzen: ausreichend / in Teilen lückenhaft / für eine Bestandsaussage noch nicht tragfähig, mit Aufzählung der fehlenden Angaben. Die Einstufung steht am Anfang der Ergebnisdatei. Ein Bestand, der überwiegend unbekannt trägt, führt zu „für eine Bestandsaussage noch nicht tragfähig" – und trotzdem zur vollständigen Auswertung, denn er ist der Arbeitsvorrat, nicht der Abbruchgrund.
  4. Zeilenweise zuordnen. Jede Zeile durchläuft die Prüfschritte der Prompt-Datei in deren Reihenfolge, von der wirtschaftlichen Tätigkeit über die Stufe nach § 1 WIdV und die voraussichtliche Zahl der Unterscheidungsmerkmale aus den Feldern „Mehrere Betriebe oder Betriebstätten" und „Anzahl" bis zu den berührten Verfahren; Rechtsrahmen und Fundstellen stehen dort und werden hier nicht wiederholt. Keine Zuordnung ohne Feldbezug: Zu jeder Einstufung wird das Feld genannt, aus dem sie folgt. Widersprechen sich die Felder oder steht überall unbekannt, läuft das Mandat als „Zuordnung offen" weiter und wird nicht weggelassen; steht ein für die Stufe entscheidendes Feld auf unbekannt, lautet das Ergebnis „Stufe nicht bestimmbar" mit der fehlenden Angabe in der Arbeitsliste. Es wird nicht geraten. Nach der letzten Zeile meldet die Skill, wie viele sie bearbeitet hat.
  5. Die Gruppe mit vorhandener USt-IdNr. getrennt führen. Bei Mandaten der Stufe § 1 Abs. 2 WIdV ist die Wirtschafts-Identifikationsnummer mit der schon vorhandenen Umsatzsteuer-Identifikationsnummer identisch. unbekannt heißt in diesen Zeilen deshalb nicht Rückfrage beim Mandanten, sondern Abgleich in der eigenen Akte: Sie gehören in die Gruppe „im eigenen Bestand zu klären", nicht in die Gruppe „nach der Stufe zu erwarten, aber nicht mitgeteilt". Die Skill führt beide Gruppen sichtbar getrennt und mit unterschiedlichen nächsten Schritten – sonst entsteht eine Arbeitsliste voller überflüssiger Rückfragen. Die Gruppe „unbekannt" insgesamt ist der Regelfall und der eigentliche Arbeitsvorrat, kein Versäumnis des Mandanten.
  6. Stammdatenfelder ableiten. Aus den Einzelzuordnungen entsteht die Feldliste: Merkmal der wirtschaftlichen Tätigkeit, Stufe, Status der Mitteilung, Zahl der Betriebe und Betriebstätten, Zuordnung der Unterscheidungsmerkmale, Quelle, Eingangsweg, zuständige Rolle. Je Feld wird festgehalten, ob es die Nummer selbst enthält; diese Felder werden nur im Kanzleisystem geführt und in kein weiteres Werkzeug übernommen. Für Benennung und Schreibweise der Felder liefert Prompt 25 die Systematik – Nummernkreise, Kontenrahmen, Schreibweise –, ist aber auf Personenkonten zugeschnitten und kennt keine Felder für steuerliche Ordnungsmerkmale eines Mandats. Diesen Teil trägt Prompt 25 also nicht: Die Skill schlägt die Feldnamen selbst vor und übergibt sie mit dem Vermerk „an die vorhandene Stammdatenkonvention anzugleichen" an die Kanzlei.
  7. Die Termindivergenz offen weitertragen. Die Verordnung, das Bundeszentralamt für Steuern und das FAQ des Bundesfinanzministeriums nennen für die weiteren Unterscheidungsmerkmale unterschiedliche Zeitpunkte. Die Skill stellt die drei Angaben nebeneinander, kennzeichnet sie als offen, entscheidet sich für keine und fordert zur Prüfung am aktuellen Stand bei BZSt und BMF auf; alle drei Zeitangaben tragen den Zusatz für [JAHR] verifizieren. Der Punkt steht an erster Stelle der offenen Punkte und bleibt dort stehen, auch wenn ein Anwender nach dem „richtigen" Termin fragt.
  8. Mandanteninformation und offene Punkte erzeugen, dann ablegen. Die Mandanteninformation bleibt ohne Rechtsgrundlagen im Fließtext, ohne Nummer und ohne die offenen Termine, und umfasst höchstens 200 Wörter. Sie wird ausdrücklich als versandgesperrt gekennzeichnet: Versand erst, wenn die Termindivergenz am aktuellen Stand bei BZSt und BMF geprüft und vom Berufsträger freigegeben ist – ein Anschreiben mit einem Datum, das sich als nicht belegt erweist, erzeugt mehr Rückfragen, als es beantwortet. Fristen werden nur dem Grunde nach benannt.

Ergebnis

Eine Markdown-Datei, Vorschlag: widnr-bestandsauswertung-<JJJJ-MM-TT>.md.

Inhalt in der Reihenfolge des Ausgabeformats der Prompt-Datei: Einschätzung der Vollständigkeit, Betroffenheitsliste je Mandat mit Stufe, Feldbezug und Gruppe, Mandate mit voraussichtlich mehreren Unterscheidungsmerkmalen, Tabelle der anzupassenden Stammdatenfelder und Formulare mit den Spalten enthält die Nummer selbst und erledigt, offene Punkte mit der Termindivergenz an erster Stelle, Mandanteninformation, Fristen nur dem Grunde nach, interne Notiz, Fundstellen mit leerer Spalte geprüft von. Nur die Mandanteninformation wird für den Versand entnommen; alles Übrige bleibt in der Kanzlei.

Qualitätssicherung

Das Ergebnis ist ein Entwurf und kennt nur, was in der Tabelle stand.

  • Prüfen, ob im Ergebnis irgendwo eine Nummer steht. Wirtschafts-Identifikationsnummer, Steuernummer, Steuer-Identifikationsnummer und USt-IdNr. gehören nicht in ein KI-Werkzeug, auch nicht als erfundenes Beispiel. Findet sich eine, wird die Bearbeitung abgebrochen, der Durchlauf verworfen und der Bestand vor dem erneuten Einsatz bereinigt – die Datei wird nicht um die Nummer bereinigt und weiterverwendet.
  • Vier-Augen-Prinzip: Eine zweite Person prüft die Stufenzuordnung stichprobenweise gegen die Stammdaten, vor allem die Abgrenzung der Gruppe „im eigenen Bestand zu klären" von der Gruppe „zu erwarten, aber nicht mitgeteilt". Freigabe durch einen Berufsträger für die Mandanteninformation und für jede Aussage zu Terminen und Pflichten (Freigabestufe 3 in DATENSCHUTZ.md).
  • Prüfen, ob die Termindivergenz offen geblieben ist. Ein Ergebnis, das sich für einen der drei Zeitpunkte entscheidet, ist an dieser Stelle falsch.
  • Die Prompt-Datei stellt vier Verbote auf; jedes ist am Ergebnis nachzuprüfen: kein Bezug zur Sozialversicherung, zum Sozialgesetzbuch oder zur Betriebsnummer; kein Termin, der in keiner amtlichen Quelle belegt ist; keine Behauptung, das Digitale-Dienste-Gesetz verlange die W-IdNr. im Impressum – anzugeben ist die USt-IdNr. oder die W-IdNr., und nur, wenn eine solche besessen wird, ohne Beschaffungspflicht; und die neunstellige Ziffernfolge ist auf die Verordnung zu stützen, nicht auf die Abgabenordnung. Zusätzlich prüfen, ob für die W-IdNr. eine Norm zitiert wird, die ausschließlich natürliche Personen betrifft.
  • Formgrenzen einhalten: höchstens 800 Wörter Fließtext (Tabellen und Listen zählen nicht mit); die Mandanteninformation höchstens 200 Wörter. Jede Aussage, die weder aus den Angaben noch aus einer benannten Fundstelle folgt, steht ausdrücklich als Vermutung.
  • Die Skill berechnet keine Frist und nennt keine Fristdauer. Anzeige- und Mitteilungspflichten werden nur dem Grunde nach mit Rechtsgrundlage benannt: Fristen berechnet und erfasst ein Mensch.
  • Rechtsstand: Die Skill führt keine eigene Fundstellensammlung; geprüft wird an den in der Prompt-Datei genannten Fundstellen. In der Ausgabe steht gleichwohl zu jeder rechtlichen Aussage die Rechtsgrundlage mit Absatz und Satz und dem Zusatz für [JAHR] verifizieren; ist eine Fundstelle unsicher, steht dort „Fundstelle offen – bitte recherchieren".

Grundlage

Rechtsrahmen, Prüfreihenfolge und Ausgabeformat stehen in der Prompt-Datei prompts/10-kanzleiorganisation/113-wirtschafts-identifikationsnummer.md; die Skill folgt ihr und schreibt sie nicht ab.